Montag, 6. Januar 2014

Was hat ein hungriger Trader mit einer hungrigen Katze gemeinsam?


Als ich heute Mittag bei Sonnenschein zu meinem Fenster raus gesehen habe, konnte ich eine ziemlich dürre Katze bei der Mäusejagd in der Wiese beobachten.

Die Katze lief hektisch von einem Mauseloch zum nächsten.. und das ein ganze Weile ohne sichtbaren Erfolg.

Ich erinnerte mich an unsere wohlgenährte Katze, wenn die zum Zeitvertreib auf die Jagd geht, sitzt sie oft geduldig ohne sich auch nur im geringsten zu bewegen vor einem Loch und wartet – bis sich was tut und hat häufig gute Erfolge.

Bildquelle: http://www.vivatier.com/Artikel/Katzensprache_-_Spielen_mit_der_Beute

Soweit so gut, ihr werdet Euch jetzt fragen, was haben die beiden Katzen mit Forex und einem erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Trader zu tun?

Ich übersetze mal den Hunger mit der dringende Notwendigkeit Geld zu verdienen und das wohlgenährt sein mit dem eigentlich nur für den einen oder anderen Sonderwunsch Geld am Forexmarkt verdienen wollen.

Der „wohlgenährte“ Trader wird geduldig auf die richtige Chance warten und nicht bei jeder sich abzeichnenden Mini-Chance in den Markt einsteigen ( vergleichbar mit der dürren Katze die von einem Mauseloch zum anderen rennt), hingegen der Trader der dringend auf Handelserfolge angewiesen ist  wird dazu neigen jede Chance, die größer als 1 Prozent ist zu nutzen und damit wahrscheinlich zu  99 Prozent Verluste generieren.

Dienstag, 19. November 2013

Hans im Glück - das Traderschiksal nimmt seinen Lauf


Wie geht es nun mit unserem Hans im Glück weiter, nachdem er erkennen musste, dass man Bonusgeld nicht so einfach auszahlen kann.





Also – schnell ran an die ersten Trades – er steigt mit viel Geld (der Aufwand soll sich ja lohnen) in verschiedene Werte ein. Moneymanagment, Chartanalyse, Fundamentalanalyse, Hebel – das sind alles Fremdworte für ihn. Aber bei den ersten Trades ist das Schicksal ihm gut gesonnen und er macht kleinere Gewinne. Sein Konto wächst und er wird dadurch natürlich noch mutiger. Er zahlt die Gewinne aus und lässt sein „Grundkapital“ weiter arbeiten.

Okay, das Spiel (verantwortungsvolles Traden nennen wir das mal besser nicht) hat ja bis jetzt geklappt. Die Positionen werden größer und die Instrumente die er wählt risikoreicher. Er investiert in Rohöl – keine Ahnung von Rollover und solchen Fallen! Es passiert was passieren muss, die ersten Trades laufen nicht so wie geplant und dann kommt der Rollover, seine Trades werden mit einem dicken Verlust geschlossen.

Ziemlich frustriert erzählt er einem Bekannten, was ihm passiert ist und der setzt unserem Hans im Glück den nächsten Floh ins Ohr. Das kann Dir bei meinem Broker nicht passieren – da setzt Du auf binäre Optionen. Hans, de Dollarzeichen schon wieder in den Augen: „Binäre Optionen? Was ist das denn?!“ „Ganz einfach – du kaufst oder verkaufst ein Währungspärchen und hast rund 80 % gewonnen, wenn der Kurs am Ende der Option bei Verkauf unter Deinem Einstiegskurs oder über bei Kauf liegt.“ „Wie Ende der Auktion?“ „Bei binären Optionen kannst Du wählen wie lang Dein Handel läuft und sekundengenau mit dem gewählten Ablauf wird abgerechnet.“ Was der Bekannte nicht erzählt – ist die Tatsache das im Verlustfall der ganze Einsatz weg ist und er für die Anwerbung eines neuen Kunden Geld bekommt.

Hans – mittlerweile vorsichtiger geworden – eröffnet mit den ausgezahlten Gewinnen vom ersten Broker ein weiteres Handelskonto. Und – er hat Anfängerglück und gewinnt die ersten zwei oder drei Trades. Aber auch dann dreht sich der Spieß um und er verliert. Okay – Pech gehabt denkt er – man kann nicht immer gewinnen und macht weiter – natürlich wieder mal ohne dazu zu lernen und mit noch größeren Positionen. Das Ergebnis kann man sich denken – Totalverlust.


Also binäre Optionen – das ist nichts für unseren Hans, das ist ja wie Glücksspiel - zurück zum ersten Broker, da hatte er ja noch das Bonusgeld und seine Einlage – oder was davon übrig geblieben war stehen.

Im nächsten Beitrag geht es weiter... und unser Hans im Glück sucht weiter nach dem richtigen Weg.

Hans im Glück – oder das Märchen vom schnellen Geld im Forexmarkt



Mal nicht so bierernst – wie sonst die Wirtschaftsmeldungen - möchte ich Euch heute die Geschichte vom modernen Hans im Glück erzählen. 


Achtung!!! Ähnlichkeiten mit real lebenden Personen sind rein zufällig und in keinster Weise beabsichtigt. Ich will auch niemanden Angst machen – aber vielleicht die Augen etwas öffnen.



Unser Hans ist 40 Jahre gelernter Automobilbauer, verheiratet und hat zwei Kinder . Seine Frau kümmert sich um Haus und Kinder während er im 3-Schicht-Betrieb bei einem großen Autobauer die tollen Neufahrzeuge zusammenbaut, die er sich trotz Mitarbeiterrabatt so schnell nicht wird leisten können.


Nun.. Hans ist nicht gerade glücklich in seinem Beruf, der Vorarbeiter drängt wegen des Gruppenakkords zu immer neuen, besseren Zahlen – eine Situation die wir alle aus dem Berufsleben kennen. Die Vorgesetzten bestehen auf ZDF (Zahlen, Daten und Fakten) um selbst bei ihrem Vorgesetzten besser da zu stehen. Aber, das was am Monatsende am Konto der Familie landet – reicht um einigermaßen zufrieden leben zu können. Zweimal im Jahr stehen Bonuszahlungen an – ein Festtag für die Haushaltskasse. Diesmal bekommt Hans wegen besonders guter Leistungen und einem Jubiläum noch zehn Aktien des Arbeitgebers zum Bonus dazu.

Soviel zur Vorgeschichte.

Ihr könnt Euch vorstellen, wie Hans sich freut, als er ein paar Wochen später die Börsenkurse seiner Aktie beobachtet und sieht, welchen Wertzuwachs die Anteile in der kurzen Zeit hatten. Nun dachte Hans, das ist ja so einfach... Aktien bringen Gewinn ohne das man viel dafür tun muss. Seine Frau ist auch begeistert und sieht schon einen schönen Urlaub für die Familie … nur von Aktiengewinnen.

Hans verkauft seine 10 Anteile ganz schnell, als er liest, dass die Gewinnerwartungen für das letzte Quartal nicht eingehalten wurden – und kassiert einen schönen Batzen Geld. An die Kapitalertragssteuer etc. denkt er erst mal nicht...

Aber das Geld muss arbeiten, denkt Hans sich.. im Internet ist er – ihr könnt es euch bestimmt schon denken – auf einige Broker aufmerksam geworden. „Nichts leichter als Geld im Schlaf verdienen“ „100 % Einzahlungsbonus“ „ohne zusätzliche Arbeit Geld verdienen“ – die typischen Werbesprüche kennen wir alle! Die Idee hat Hans gefangen genommen – von Börse, Wechselkursen und sonstigen Risiken keine Ahnung – aber das Geld von den Aktienanteilen plus Gewinn in der Tasche, eröffnet er mutig ein Konto beim dem Broker seiner Wahl. Natürlich dem mit dem höchsten Einzahlungsbonus – versteht sich von selbst.

Hans ist ja nicht dumm – meint er, Bonus kassieren – nichts tun – und schon hat man ohne was zu tun, mehr Geld auf dem Handelskonto als zu vor. Klingt soweit ja ganz gut, aber was Hans nicht wusste – zumindest zu dem Zeitpunkt war, dass man das Bonusgeld ja nicht auszahlen kann. Also schon die erste kleine Enttäuschung, man kann Bonusgeld durch Traden zu Echtgeld machen – bekam er von der freundlichen Dame am Supporttelefon erklärt.

Okay – dann trade ich halt – bis ich das Bonusgeld abheben kann – ziehe dann alles raus und gehe zum nächsten Broker – sagt Hans sich.

Wie die Geschichte weitergeht – im nächsten Teil mehr.